Arbeitsgruppe Pädiatrie

Die AG „Pädiatrie“ hat sich im Frühjahr 2014 konstituiert. In der Arbeitsgruppe ist eine niedergelassene Kinderärztin, Pädiaterinnen und Pädiater der mittelhessischen Universitäts-Kinderkliniken, Vertreterinnen von Kindergemeinschaftseinrichtungen bzw. von Pflege- und Wohneinrichtungen für Kinder mit Behinderung sowie Vertreter des öffentlichen Gesundheitswesens vertreten. Frau Dr. Monika Koert, niedergelassene Kinderärztin in Weimar (Hessen), ist gewählte Sprecherin der AG und vertritt deren Positionen und Interessen innerhalb der Gremien des MRE-Netz Mittelhessen. Als Vertreter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes koordinierte Herr Dr. Martin Just (Landkreis Marburg-Biedenkopf) bis zum 30.September 2015 die Aktivitäten der Arbeitsgruppe. Seit dem 1. Oktober 2015 hat diese Funtkon Frau Dr. Susanna Puttkammer (Landkreis Gießen) inne.

Maßgebliche Triebfeder der Gründung dieser Arbeitsgruppe war die Tatsache, dass nicht alle Empfehlungen zum Umgang und zur Behandlung im Zusammenhang mit der MRE-Problematik 1:1 auf den Bereich der Pädiatrie übertragen werden können. Darüber hinaus ergeben sich bei der Betreuung MRE-betroffener Kinder in Kindergemeinschaftseinrichtungen bzw. in Pflege- und Wohneinrichtungen verschiedene Problemkonstellationen, mit der die behandelnden Ärztinnen und Ärzte bzw. die Einrichtungen konfrontiert werden. Ein wesentlicher Arbeitsschwerpunkt der AG ist daher die Erarbeitung von Empfehlungen zum Umgang mit MRE in Betreuungs- und Pflegeeinrichtungen für Kinder. Da die besten Empfehlungen nichts nützen, wenn sie in der Praxis nicht umgesetzt werden können, ist die aktive Einbindung von in den Einrichtungen tätigen Personen von besonderer Wichtigkeit und praktische Bedeutung.

Darüber hinaus folgt dieses Vorgehen dem Grundprinzip der Arbeitsorganisation im MRE-Netz Mittelhessen: Empfehlungen sollen nicht vom grünen Tisch - von oben herab - übergestülpt, sondern von den beteiligten Personen selbst erarbeitet werden.  Die Richtschnur der inhaltlichen Arbeit orientiert sich dabei im wesentlichen an drei grundsätzlichen Vorgaben:

  1. Die zu erarbeitenden Empfehlungen müssen praktikabel und praxisgerecht sein und dabei im Einklang mit den Leitlinien der Fachgesellschaft und den Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) stehen.
  2. Die Empfehlungen sollen umfassend, jedoch knapp und eindeutig formuliert sowie mit konkreten Hinweisen zur Durchführung versehen sein.
  3. Die Darstellung der Empfehlungen soll übersichtlich umgesetzt werden und dadurch eine schnelle und gezielte Orientierung im Praxis-Alltag ermöglichen.

Ergebnisse
Die AG hat Empfehlungen zur MRSA-Sanierung von Kindern und zur Hygiene in der Kinderarztpraxis erarbeitet.
In Zusammenarbeit mit Betreuerinnen in Kindergemeinschaftseinrichtungen wurde ein Leitfaden zum Thema MRE in Kita, Schule und Behinderteneinrichtungen für Kinder erarbeitet.
Die seit Sommer 2016 in Überarbeitung befindliche Empfehlung zur Hygiene in der Kinderarztpraxis wurde im Oktober 2016 vom Erweiterten Vorstand des MRE-Netz Mittelhessen verabschiedet.