Hygiene bei Diagnostik und Therapie

Übertragungswege für Krankheitserreger

Unstrittig stellen die Hände den Hauptübertragungsweg „Nr. 1“ für Krankheitserreger dar. Dies gilt unabhängig von einer eventuellen Resistenzproblematik des betroffenen Keims.
Diese Erkenntnis unterstreicht die herausragende Bedeutung allgemeiner infektionshygienischer Maßnahmen der Personalhygiene, insbesondere der Händedesinfektion.
Aber auch über mangelhaft oder unzureichend aufbereitete Instrumente der Diagnostik und Therapie können Keime übertragen werden.

Desinfektion/ Aufbereitung von medizinischen Instrumenten, Medizinprodukten, Oberflächen

Das MRE- Netz Mittelhessen empfiehlt grundsätzlich, Hautkontaktflächen der eingesetzten Instrumente (z.B. Stethoskop, Ultraschallkopf, Blutdruckmanschette) nach der Anwendung am Patienten einer geeigneten Desinfektion zuzuführen.
Sterilgut wird auch nach Einsatz bei einem Patienten mit multiresistentem Erreger wie üblich aufbereitet werden.
Heutzutage stehen für diese Anwendung geeignete kommerzielle Tuchspendersysteme zur Verfügung. Beachten Sie aber bitte immer die Herstellerangaben, da durch ungeeignete Desinfektionsmittel Oberflächen angegriffen oder zerstört werden können.

Merke:
Wirksamkeitsgeprüfte Desinfektionsmittel, laut VAH- Listung, wirken auch gegen antibiotikaresistente Bakterien!

Qualitätssicherung

Der VAH, Verbund für Angewandte Hygiene (www.vah-online.de),
erstellt eine aktualisierte Desinfektionsmittelliste mit Herstellerangaben zur Wirkstoffbasis, zu Einwirkzeiten, Konzentrationen und Anwendungsbereich. Sie weist alle Produkte einer Firma zur prophylaktischen Desinfektion auf.

Zu den für Ihren Bereich empfohlenen Maßnahmen der Hygiene bei Diagnostik und Therapie beim Umgang mit MRE-betroffenen Menschen hat das MRE-Netz Mittelhessen Empfehlungen vorgelegt (siehe rechte Spalte).