MRE-Netz Mittelhessen

Multiresistente Erreger (MRE) bilden heutzutage eine schwerwiegende Problematik nicht nur in Krankenhäusern, sondern darüber hinaus in praktisch allen Teilbereichen unseres Gesundheitssystems. Der Umgang mit MRSA (Multiresistenten Staphylococcus aureus), der Erreger, der zunächst bei den MRE eine dominante Rolle einnahm, zeigte sehr rasch, dass ein nachhaltiges patientenzentriertes MRSA- Management nur dann erfolgreich sein kann, wenn alle betroffenen Einrichtungen angemessen in das Handeln einbezogen werden. Heutzutage herrscht weitgehend Einverständnis darüber, dass nur durch ein regional abgestimmtes Handeln innerhalb der etablierten „Zuweiserstrukturen“ eine erfolgreiche Bekämpfung der MRE erfolgen kann. Deshalb wurden inzwischen in fast allen Ländern Deutschlands flächendeckend sogenannte MRE-Netzwerke gebildet, die auf lokaler bzw. regionaler Ebene, die notwendige Koordination der beteiligten Akteure (u.a. Krankenhäuser, niedergelassene Mediziner, stationäre und ambulante Pflege, Rettungsdienst, Dialyseeinrichtungen) gewährleisten soll. Die MRE-Netzwerke sind ein Teil der Basis der nationalen Strategie zur Bekämpfung der MRE und zur Etablierung eines rationalen Antibiotika-Einsatzes.

Mittlerweile wurde die Koordinierungsstelle des Landes Hessen beim Hessischen Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen (HLPUG) eingerichtet, um die Arbeit der MRE- Netzwerke in Hessen zu bündeln.

Das MRE- Netz Mittelhessen hat sich nach seiner Gründung eine Struktur gegeben, die eine breite Beteiligung aller betroffenen Akteure ermöglicht, um so eine hohe Akzeptanz der erarbeiteten Grundsatzpapiere und anderer Dokumente zu erreichen (siehe Organigramm). In verschiedenen Arbeitsgruppen und Fachausschüssen wurden Hygiene- Standards zu den unterschiedlichsten relevanten Fragestellungen erarbeitet, die mit den beteiligten Akteuren in die Praxis umgesetzt werden sollen.

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